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Tutorial · Einsteiger · 14 Minuten
Mit KI programmieren, ohne dass es knallt
Vibe Coding sicher: Wie du mit Lovable, Bolt, v0, Cursor oder Copilot Code schreiben lässt und trotzdem die Kontrolle behältst. Versionskontrolle, Geheimnisse, Tests, Code lesen lassen, Datenbankregeln und der Check vor dem Livegang. 6 Schritte mit Prompts und Quiz.
Jean sagt: Die KI schreibt Code schneller als ich Kaffee koche. Leider auch Fehler. In diesem Kurs bauen wir die Leitplanken, damit das Tempo nicht im Graben endet.
Schritt 1 von 6
Erst Git, dann Code
Bevor die KI die erste Zeile schreibt, verbindest du dein Projekt mit GitHub. Lovable, Bolt und v0 können das direkt, in Cursor oder VS Code reicht ein neues Repository. So hat jede Änderung einen Speicherpunkt.
Geht etwas kaputt, springst du zum letzten funktionierenden Stand zurück, statt die KI im Kreis reparieren zu lassen. Das ist der Rückwärtsgang, den du ohne Git nicht hast.
🧔Jean: Ohne Versionskontrolle ist jede KI-Änderung ein Sprung ohne Seil.
Schritt 2 von 6
Kleine Schritte statt Riesenprompt
Ein Prompt wie „Bau mir eine komplette Buchungs-App“ erzeugt viel Code, den niemand versteht, auch die KI im nächsten Schritt nicht. Besser: eine Funktion pro Auftrag, mit klarem Ergebnis.
Nach jedem Schritt testest du kurz in der Vorschau und speicherst. Das spart Guthaben und macht Fehler leicht zu finden, weil du weißt, welche Änderung sie gebracht hat.
Vorher 😐
Bau mir eine App für Terminbuchungen mit Login, Kalender, E-Mail-Bestätigung und Admin-Bereich.
Nachher 🔥
Füge eine Seite hinzu, auf der Besucher einen freien 30-Minuten-Termin aus einer Liste wählen. Noch kein Login, noch keine E-Mail. Zeig mir danach, welche Dateien du geändert hast.
Eine Funktion, ein Ergebnis, eine Liste der Änderungen. So bleibt nachvollziehbar, was passiert.
Schritt 3 von 6
Geheimnisse gehören nicht in den Code
API-Schlüssel, Passwörter und Zugangsdaten zu Zahlungsdiensten haben im Code nichts verloren, schon gar nicht im Teil, der im Browser läuft. Alles, was im Browser landet, kann jeder Besucher lesen.
Nutze die Umgebungsvariablen oder Secrets deines Werkzeugs und frag die KI ausdrücklich, ob irgendwo ein Schlüssel im Frontend steht. Ist ein Schlüssel schon einmal in GitHub gelandet, erzeugst du beim Anbieter einen neuen, löschen reicht nicht.
Gleich ausprobieren
Prüfe das gesamte Projekt auf API-Schlüssel, Passwörter, Tokens oder andere Geheimnisse, die im Code oder im Frontend stehen. Liste jede Fundstelle mit Datei und Zeile auf und schlag vor, wie ich sie in Umgebungsvariablen verschiebe. Ändere noch nichts.
Der Prompt landet im Eingabefeld. Absenden musst du selbst; deine Eingaben verlassen diese Seite erst beim Klick.
Schritt 4 von 6
Die KI ihren Code erklären lassen
Du musst nicht jede Zeile verstehen, aber die Logik. Lass dir nach jeder größeren Änderung in einfachen Worten erklären, was der Code tut, welche Daten er speichert und wer sie sehen kann.
Bei Zahlungen, Logins und personenbezogenen Daten bittest du zusätzlich um eine kritische Prüfung. Eine zweite KI oder ein neuer Chat findet oft, was die erste übersehen hat.
Gleich ausprobieren
Erkläre mir in einfachen Worten, was die zuletzt geänderten Dateien tun. Beantworte danach: Welche Daten werden gespeichert? Wer kann sie lesen oder ändern? Was passiert, wenn jemand ungültige Eingaben macht? Nenne die drei größten Risiken.
Der Prompt landet im Eingabefeld. Absenden musst du selbst; deine Eingaben verlassen diese Seite erst beim Klick.
Schritt 5 von 6
Datenbankregeln und Tests
Die häufigste Lücke in schnell gebauten Apps: Die Datenbank prüft nicht, wer was lesen darf. Dann sieht jeder eingeloggte Nutzer die Daten aller anderen. Bitte die KI, Zugriffsregeln so anzulegen, dass jeder nur seine eigenen Einträge sieht, und teste das mit zwei Testkonten.
Lass dir außerdem für die wichtigsten Abläufe automatische Tests schreiben, etwa „Termin buchen“ oder „Bestellung anlegen“. Laufen die Tests nach einer Änderung nicht mehr durch, weißt du sofort, dass etwas kaputt ist.
Gleich ausprobieren
Prüfe die Zugriffsregeln der Datenbank: Kann ein eingeloggter Nutzer Daten anderer Nutzer lesen, ändern oder löschen? Wenn ja, schlag Regeln vor, nach denen jeder nur seine eigenen Einträge sieht. Schreib danach drei automatische Tests für die wichtigsten Abläufe der App.
Der Prompt landet im Eingabefeld. Absenden musst du selbst; deine Eingaben verlassen diese Seite erst beim Klick.
Schritt 6 von 6
Der Check vor dem Livegang
Bevor echte Menschen deine App nutzen, gehst du eine kurze Liste durch: Keine Geheimnisse im Code, Zugriffsregeln getestet, Tests grün, Fehlermeldungen verraten keine internen Daten, Impressum und Datenschutzerklärung vorhanden, wenn du die App geschäftlich nutzt.
Dazu klärst du, wo die Daten gespeichert werden, und schließt mit den Diensten einen Auftragsverarbeitungsvertrag. Dann ist dein Projekt nicht nur schnell gebaut, sondern auch tragfähig.
🧔Jean: Lieber eine Stunde prüfen als eine Woche erklären, warum Kundendaten im Netz stehen.
Gleich ausprobieren
Erstelle eine Checkliste für den Livegang meiner App mit den Punkten: Geheimnisse, Zugriffsregeln, Tests, Fehlermeldungen, Datenschutz, Backups. Prüfe jeden Punkt am aktuellen Code und markiere ihn als erledigt, offen oder unklar, mit Begründung.
Vertrag nach Art. 28 DSGVO, den du mit einem Dienstleister schließt, der personenbezogene Daten in deinem Auftrag verarbeitet, etwa ein Transkriptions-Tool für Meetings. Er regelt Zweck, Dauer, Schutzmaßnahmen und Unterauftragnehmer.
Programmieren, bei dem man der KI in natürlicher Sprache beschreibt, was entstehen soll, und den erzeugten Code vor allem nach dem Ergebnis beurteilt statt Zeile für Zeile.
Paket in ChatGPT aus wiederverwendbaren Anweisungen (als Skill), verbundenen Apps und Referenzdateien. Laut OpenAI der Nachfolger der Custom GPTs, die am 11. Dezember 2026 abgeschaltet werden.
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