6 Minuten Lesezeit · geprüft am 2.11.2026

KI-Tool in Verzeichnisse eintragen: die komplette Anleitung

Schritt für Schritt: So trägst du dein KI-Tool in Verzeichnisse ein, welche Texte und Bilder du brauchst, in welcher Reihenfolge du vorgehst und wie du misst, was es bringt.

Jean sagt: Ich habe das alles einmal falsch gemacht, damit du es gleich richtig machst. Bitte, gern geschehen.

Bevor du anfängst: dein Einreichungs-Paket

Fast jedes Verzeichnis will dieselben Dinge von dir wissen. Packst du sie einmal sauber in eine Kiste, brauchst du pro Eintrag fünf bis zehn Minuten. Improvisierst du, sitzt du eine halbe Stunde dran und schreibst jedes Mal einen leicht anderen Text. Frag mich nicht, woher ich das weiß.

Auf deine Werkbank gehören: der Name, eine Website-URL, ein Einzeiler mit höchstens 60 Zeichen, eine Kurzbeschreibung mit etwa 160 Zeichen, eine Langbeschreibung mit 100 bis 300 Wörtern, ein Logo als quadratisches PNG oder SVG, drei bis fünf Screenshots, die Kategorie, das Preismodell und eine Kontakt-Mail, die du auch wirklich liest.

Das Launch-Kit auf dieser Seite schreibt dir die Texte auf Deutsch und Englisch vor, inklusive Zeichenzähler. Die meisten internationalen Verzeichnisse wollen Englisch, die deutschen natürlich Deutsch. Klingt logisch, wird aber erstaunlich oft verwechselt.

Die richtige Reihenfolge: erst die leichten Tore

Fang mit den kostenlosen Verzeichnissen an, die eine reibungslose Einreichung und ein hohes Domain Rating haben. Die bringen dir pro Minute Arbeit am meisten. In der Tabelle findest du sie über die Filter „Kostenlos“ und „Reibungslos“, sortiert nach Jean-Score.

Danach sind die deutschen Verzeichnisse dran, wenn deine Zielgruppe in Deutschland, Österreich oder der Schweiz sitzt. Bezahlte Einträge kommen ganz zum Schluss, wie der Nachtisch: nur bei passendem Traffic und am besten mit Rabattcode.

Ein Launch auf Plattformen wie Product Hunt ist ein eigenes Projekt. Den planst du separat, mit Termin, Unterstützern und fertig gepacktem Material, nicht nebenbei zwischen zwei Formularen.

Product Hunt: die offiziellen Spielregeln

Laut Product Hunt Help Center darf der Name höchstens 40 Zeichen lang sein, die Tagline höchstens 60 Zeichen und die Beschreibung höchstens 500 Zeichen. Dazu wählst du bis zu drei Launch-Tags. Gute Nachricht: Dein Einzeiler aus dem Einreichungs-Paket passt direkt in die Tagline, ganz ohne Schuhlöffel.

Das Logo ist quadratisch, empfohlen sind 240 x 240 Pixel als JPG, PNG oder GIF mit höchstens 2 MB. Für die Bilder der Launch-Galerie empfiehlt Product Hunt 1270 x 760 Pixel. Mindestens ein Bild ist Pflicht, drei oder mehr empfiehlt Product Hunt für einen stärkeren Auftritt. Videos und Demos fügst du als Link hinzu.

Ein Launch-Tag läuft nach Pacific Time: Geplante Launches sind ab Mitternacht PT sichtbar und laufen den ganzen Tag, in Deutschland ist das meist 9 Uhr, also passend zum ersten Kaffee. Planen kannst du bis zu 30 Tage im Voraus. Firmen-Accounts sind auf Product Hunt verboten, du launchst mit deinem persönlichen Account. Einen externen Hunter brauchst du laut Product Hunt nicht.

Teilen darfst du deinen Launch-Link überall, von LinkedIn bis zur Familiengruppe. Die eine harte Regel: Du bittest niemanden direkt um Upvotes, sondern nur darum, vorbeizuschauen und zu kommentieren.

Was ein bezahlter Eintrag wirklich kostet

Nehmen wir ein Beispiel aus der Praxis: There's An AI For That. Stand November 2026 kostet dort der einfache Eintrag „Website only“ eine einmalige Prüfgebühr von 49 US-Dollar, das Paket „Everything you need“ mit Newsletter-Platzierung einmalig 347 US-Dollar.

Laut Anbieter dauert die Prüfung im Schnitt ein bis zwei Tage, und wird ein Tool aus redaktionellen Gründen nicht veröffentlicht, kommt das Geld automatisch zurück. Gratis geht es nur über einen monatlichen Thread auf X, aus dem pro Runde ein Tool gezogen wird. Das ist eher Tombola als Plan.

Die Besucherzahlen auf solchen Preisseiten sind Angaben des Anbieters, keine unabhängigen Messungen. Vertrauen ist gut, nachmessen ist besser: Prüf sie nach dem Eintrag mit deinen eigenen UTM-Daten, bevor du ein teureres Paket buchst.

Überall gleich: Name, Text, URL

Suchmaschinen und KI-Assistenten erkennen eine Marke daran, dass sie überall gleich auftritt. Heißt dein Tool in einem Verzeichnis „RechnungsRadar“, im nächsten „Rechnungs Radar AI“ und im dritten „RR“, sieht eine Maschine drei verschiedene Dinge. Stell dir einen Fußballverein vor, der jede Woche in anderen Trikots und unter anderem Namen aufläuft.

Nutze deshalb immer denselben Namen, denselben Einzeiler und dieselbe Haupt-URL. Bei der Langbeschreibung darfst du variieren, damit nicht überall wortgleicher Text steht.

Deine eigene Website als Referenz

Die Verzeichnisse sind nur die eine Hälfte. Auf deiner Startseite legst du mit strukturierten Daten vom Typ Organization fest, wie deine Marke heißt, welches Logo sie hat und welche Profile zu ihr gehören. Laut Google hilft das, deine Organisation in den Suchergebnissen von anderen zu unterscheiden. Quasi das Typenschild an deinem Moped.

Pflichtfelder gibt es keine, sinnvoll sind name, url, logo, description und sameAs. In sameAs trägst du die URLs deiner Profile auf anderen Seiten ein, so wie es Googles Beispiel zeigt. Danach schickst du den Code durch den Test für Rich-Suchergebnisse.

Messen statt hoffen

Häng an jeden Link UTM-Parameter, zum Beispiel utm_source mit dem Namen des Verzeichnisses, utm_medium=referral und utm_campaign=launch. Ein Eigenbau wie utm_medium=directory landet in Google Analytics 4 unter „Unassigned“, weil GA4 als Verweis-Kanal nur die Medium-Werte „referral“, „app“ und „link“ erkennt. In deiner Webanalyse siehst du dann, welche Einträge Besucher bringen und welche nur hübsch aussehen.

Führ eine einfache Liste: Datum, Verzeichnis, Status, Link zur Listing-Seite. Der Tracker auf der Startseite erledigt das mit Häkchen und CSV-Export. Nach vier Wochen machst du Inventur: Was ist live, und was bringt Klicks?

Google Analytics nimmt es bei UTM-Werten mit Groß- und Kleinschreibung genau: „Futurepedia“ und „futurepedia“ sind zwei Quellen. Google empfiehlt, durchgehend Kleinbuchstaben zu nutzen und immer utm_source, utm_medium und utm_campaign zu setzen. Fehlende Werte erscheinen sonst als „(not set)“, und damit kann niemand etwas anfangen.

Jede UTM-Variante ist technisch eine eigene URL mit demselben Inhalt. Setz deshalb auf deiner Landingpage ein rel="canonical" auf die saubere Adresse ohne Parameter. Google nimmt das als Hinweis und entscheidet am Ende selbst, welche URL die kanonische ist.

Typische Fehler, damit du sie nicht machst

Zu lange Einzeiler, die im Formular abgeschnitten werden. Screenshots im Querformat, wo das Verzeichnis quadratisch will. Marketing-Sprache ohne Inhalt. Und der Klassiker: Der Eintrag ist live, aber der Link zeigt auf eine alte Landingpage, die längst eine 404 liefert. Ein Wegweiser zu einer Werkstatt, die schon umgezogen ist.

Und noch einer: Hunderte Einträge an einem Tag. Für Suchmaschinen riecht das eher nach Spam als nach Beliebtheit. Lieber zwei bis drei Wochen lang jeden Tag ein paar.

Quellen und Stand 🔎

Alle Angaben zu Regeln, Preisen und Funktionen wurden am 2. November 2026 mit diesen Quellen abgeglichen. Zahlen zur Verzeichnisliste stammen aus der eigenen mentat.codes-Datenbank.

Häufige Fragen 🙋

Wie lang dürfen Tagline und Beschreibung bei Product Hunt sein?

Laut Product Hunt Help Center höchstens 60 Zeichen für die Tagline und 500 Zeichen für die Beschreibung. Dazu kommen bis zu drei Launch-Tags. Kurz und knackig gewinnt hier sowieso.

Welche Bildgrößen brauche ich für Product Hunt?

Empfohlen sind ein quadratisches Logo mit 240 x 240 Pixeln (höchstens 2 MB) und Galeriebilder mit 1270 x 760 Pixeln. Mindestens ein Galeriebild ist Pflicht, drei oder mehr empfiehlt Product Hunt.

Welchen utm_medium-Wert nehme ich für Verzeichnisse?

Nimm utm_medium=referral. Google Analytics 4 ordnet nur „referral“, „app“ und „link“ dem Kanal Referral zu, ein Fantasiewert wie „directory“ landet in der Schublade „Unassigned“.

Brauche ich für Product Hunt einen Hunter?

Nein. Product Hunt empfiehlt ausdrücklich, dein Produkt selbst zu posten, und sieht keinen erkennbaren Vorteil durch externe Hunter.

Kann ich mein Tool bei There's An AI For That kostenlos eintragen?

Nur mit Glück: Laut Anbieter gibt es einmal im Monat einen Thread auf X, aus dem ein Tool kostenlos aufgenommen wird. Sonst kostet der einfache Eintrag Stand November 2026 einmalig 49 US-Dollar.

Weiterlesen und loslegen

Weiter geht's 🧭

Thematisch am nächsten dran, ausgewählt per Textvergleich.

Begriffe kurz erklärt 4
Parameter
Die gelernten Zahlenwerte eines Modells. Mehr Parameter bedeuten nicht automatisch bessere Antworten, aber meist mehr Rechenaufwand.
Vibe Coding
Programmieren, bei dem man der KI in natürlicher Sprache beschreibt, was entstehen soll, und den erzeugten Code vor allem nach dem Ergebnis beurteilt statt Zeile für Zeile.
Gedächtnis (Memory)
Funktion, mit der ein KI-Assistent sich Angaben über dich über einzelne Chats hinaus merkt, etwa Beruf oder bevorzugten Stil. Gespeichertes lässt sich in den Einstellungen ansehen, löschen oder ganz abschalten.
Prompt Engineering
Das gezielte Formulieren von Prompts mit Rolle, Kontext, Format und Techniken wie Beispielen oder Rückfragen, um verlässlich gute Ergebnisse zu bekommen.
Wie aktuell ist dieser Ratgeber?

Oben steht das Prüfdatum. Bis dahin haben wir Zahlen, Preise und Regeln mit den unten genannten Quellen abgeglichen. Neuere Änderungen der Anbieter können wir erst beim nächsten Durchgang einarbeiten.

Heute bei mentat.codes

Gratis-Perle des Tages

Jeden Tag eine handverlesene Gratis-Perle mit Dofollow-Link. Alle Gratis-Portale

Prompt des Tages

Jeden Tag eine andere Vorlage zum Kopieren. Zur Prompt-Bibliothek

Tool des Tages

Jeden Tag ein anderes KI-Tool mit Preisen laut Anbieter. Alle Steckbriefe

Hat dir die Seite geholfen?Bleibt nur in deinem Browser, wir zählen nichts.

Fragen, Tool eintragen lassen oder einen Fehler gefunden?