ChatGPT · Meldung vom 21. Oktober 2026 · 6 Minuten · geprüft am 26. Oktober 2026

Custom GPTs werden abgeschaltet: was am 11. Dezember passiert

OpenAI schaltet Custom GPTs am 11. Dezember 2026 ab und ersetzt sie durch Plugins. Was mit deinen GPTs, Dateien und Chats passiert, wie der Umzug klappt und welche Alternativen es gibt.

Jean sagt: Mein Lieblings-GPT kennt meinen Styleguide besser als ich. Damit der nicht mit ins Grab geht, packen wir heute die Umzugskartons.
Das Wichtigste in 30 Sekunden 3
  • Custom GPTs werden laut OpenAI-Hilfe-Center am 11. Dezember 2026 abgeschaltet. Danach sind GPTs und ihre Seiten nicht mehr erreichbar. Nur FedRAMP-Workspaces und Enterprise-Workspaces mit genehmigtem Aufschub haben bis 11. Februar 2027.
  • Nachfolger sind Plugins: Beim Umzug werden die Anweisungen zu einem Skill, verbundene Apps zu Apps im Plugin und Wissensdateien zu Referenzdateien. Das gewählte Modell und eigene Actions ziehen nicht automatisch mit.
  • In privaten Konten (Free, Go, Plus, Pro) lassen sich schon jetzt keine neuen GPTs mehr erstellen oder veröffentlichen. Deine bisherigen Chats mit GPTs bleiben auch nach der Abschaltung lesbar.

Was genau ändert sich?

Seit Ende 2023 konnte man sich in ChatGPT einen eigenen Assistenten bauen: feste Anweisungen, eigene Dateien, fertig war der Custom GPT. Diese Ära endet. OpenAI schreibt im Hilfe-Center, dass Custom GPTs in den Ruhestand gehen und Ersteller beim Umzug zu Plugins unterstützt werden.

Der Standardtermin ist der 11. Dezember 2026. Dann werden Custom GPTs und ihre GPT-Seiten unerreichbar. Für FedRAMP-Workspaces und betroffene Enterprise-Workspaces mit genehmigtem Aufschub gilt der 11. Februar 2027. Maßgeblich ist laut OpenAI der Hinweis in deinem eigenen Konto oder Workspace.

Neue GPTs bauen geht in privaten Konten schon jetzt nicht mehr, das betrifft Free, Go, Plus und Pro. Bestehende GPTs kannst du weiter nutzen und, wenn dein Tarif es erlaubt, auch bearbeiten. In betroffenen Enterprise-Workspaces endete das Erstellen neuer GPTs am 26. Oktober 2026.

Was wird aus meinem GPT beim Umzug?

Sobald der Umzug für dein Konto freigeschaltet ist, findest du unter „My GPTs“ den Punkt „Migrate to plugin“. Dabei werden die Anweisungen des GPTs zu einem Skill im neuen Plugin, verbundene Apps werden als Apps übernommen und Wissensdateien landen als Referenzdateien im Plugin.

Zwei Dinge ziehen nicht mit: Das im GPT ausgewählte Modell wird nicht übernommen, und eigene Actions, also selbst gebaute Schnittstellen zu anderen Diensten, wandern nicht automatisch um. Die musst du neu aufbauen. OpenAI rät, dafür extra Zeit einzuplanen.

Wichtig für Bastler: Umgezogen wird die zuletzt veröffentlichte Version. Entwürfe und unveröffentlichte Änderungen bleiben auf der Strecke. Veröffentlichen heißt dabei nicht öffentlich teilen. Nach dem Umzug ist das Original nur noch lesbar und lässt sich auch nicht mehr löschen. Das neue Plugin startet privat und wird niemandem automatisch freigegeben.

Und wenn ich nur fremde GPTs nutze?

Dann bist du Fahrgast, nicht Fahrer. Ob es einen Nachfolger gibt, entscheidet der Ersteller. OpenAI empfiehlt, auf dessen Hinweis zu achten. Deine bisherigen Unterhaltungen mit Custom GPTs bleiben laut OpenAI auch nach der Abschaltung erreichbar, du musst dafür nichts tun.

Schreib dir trotzdem jetzt auf, wofür du welchen GPT nutzt und welche Ergebnisse du gut fandest. Mit drei, vier Beispiel-Prompts kannst du später jeden Ersatz in zehn Minuten testen.

Gibt es Alternativen außerhalb von ChatGPT?

Ja. Die Idee hinter Custom GPTs, also ein Assistent mit festen Anweisungen und eigenem Wissen, gibt es bei fast allen großen Anbietern. In Claude heißen sie Projects, in Gemini Gems. Die Anweisungen aus deinem GPT sind letztlich ein System-Prompt, und der lässt sich mitnehmen.

Spannend ist auch der Weg, den OpenAI selbst geht: Aus Anweisungen werden Skills. Agent Skills sind ein offener Standard, den laut Anthropic über 70 Agenten-Plattformen nutzen, darunter ChatGPT, Cursor und GitHub Copilot. Wer seine Anweisungen sauber als Skill aufschreibt, ist künftig weniger an einen einzelnen Anbieter gebunden.

Jeans Einordnung

Custom GPTs waren für viele der erste Schritt vom Chatten zum eigenen Werkzeug. Dass sie jetzt in Plugins aufgehen, ist logisch: Ein Assistent, der nur redet, wird ersetzt durch einen, der Apps bedienen und Skills laden kann.

Ärgerlich ist es trotzdem für alle, die viel Arbeit in ihre GPTs gesteckt haben. Mein Rat: Behandle Anweisungen und Wissensdateien ab sofort wie Werkzeug, das dir gehört. Lokal speichern, sauber benennen, bei Bedarf in jedes Tool mitnehmen.

Was du jetzt tun solltest ✅

  1. Liste aller GPTs anlegen, die du selbst gebaut hast oder regelmäßig nutzt.
  2. Anweisungen und Wissensdateien jedes eigenen GPTs lokal sichern.
  3. Wichtige Änderungen fertigstellen und veröffentlichen, bevor du umziehst. Entwürfe ziehen nicht mit.
  4. Eigene Actions dokumentieren, die musst du im Plugin neu bauen.
  5. Drei typische Prompts aufheben und damit den Ersatz testen, als Plugin, Claude Project oder Gemini Gem.

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Quellen und Stand 🔎

Alle Angaben in dieser Meldung wurden mit diesen offiziellen Quellen abgeglichen, zuletzt am 26.10.2026.

Häufige Fragen 🙋

Wann werden Custom GPTs abgeschaltet?

Laut OpenAI-Hilfe-Center am 11. Dezember 2026. Für FedRAMP-Workspaces und Enterprise-Workspaces mit genehmigtem Aufschub gilt der 11. Februar 2027. Maßgeblich ist der Hinweis im eigenen Konto oder Workspace.

Kann ich noch neue Custom GPTs erstellen?

In privaten ChatGPT-Konten (Free, Go, Plus, Pro) nicht mehr. Bestehende GPTs lassen sich weiter nutzen und je nach Tarif bearbeiten. In betroffenen Enterprise-Workspaces endete das Erstellen am 26. Oktober 2026.

Was passiert mit meinen Chats mit Custom GPTs?

Laut OpenAI bleiben bestehende Unterhaltungen mit Custom GPTs auch nach der Abschaltung erreichbar. Dafür musst du nichts tun.

Was wird beim Umzug zum Plugin übernommen?

Die Anweisungen werden zu einem Skill, verbundene Apps zu Apps im Plugin, Wissensdateien zu Referenzdateien. Nicht übernommen werden das ausgewählte Modell und eigene Actions. Umgezogen wird nur die zuletzt veröffentlichte Version.

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Begriffe kurz erklärt 4
System-Prompt
Feste Anweisungen, die vor jedem Gespräch gelten, etwa Rolle, Ton und Regeln eines Assistenten. Nutzer sehen sie meist nicht.
Custom GPT
Eigener Assistent in ChatGPT mit festen Anweisungen und eigenem Wissen. OpenAI schaltet Custom GPTs am 11. Dezember 2026 ab, Nachfolger sind Plugins. In Claude kommen Projects dem am nächsten, in Gemini heißen solche Assistenten Gems.
Auto-Modus
Arbeitsweise von KI-Agenten, bei der nicht jede Aktion einzeln freigegeben werden muss. Eine automatische Prüfung lässt sichere Schritte durch und blockt riskante. In Claude Code ist er seit August 2026 Standard, in den Claude-Apps laut Anthropic ab Ende Oktober 2026.
Agent Skills
Offenes Format, mit dem KI-Agenten Fachwissen und Arbeitsabläufe nachladen: ein Ordner mit einer SKILL.md-Datei aus Name, Beschreibung und Anweisungen, optional mit Skripten und Vorlagen. Der Agent liest zuerst nur Name und Beschreibung und lädt den Rest erst, wenn eine Aufgabe ihn braucht.
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