ChatGPT · Meldung vom 20. Oktober 2026 · 4 Minuten · geprüft am 27. Oktober 2026
ChatGPT: Chats jetzt mit PIN sperren, aber kein Tresor
Seit 20. Oktober 2026 lassen sich Chats in ChatGPT mit einer PIN oder Face ID sperren. Wie das geht, was es schützt, was ausdrücklich nicht, und warum ein vergessener PIN alles löscht.
Das Wichtigste in 30 Sekunden 3
- Seit 20. Oktober 2026 rollt OpenAI gesperrte Chats aus: Ausgewählte Unterhaltungen verschwinden aus Verlauf, angehefteten Chats und Suche und öffnen sich nur mit einer 4-stelligen PIN oder Face ID, Touch ID oder Geräteentsperrung.
- Laut OpenAI ist das keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und kein Tresor. Aufbewahrung und die Einstellung zum Modelltraining bleiben, wie sie sind.
- Wer die PIN zurücksetzt, löscht alle gesperrten Chats endgültig. Auch der Support kann sie nicht wiederherstellen.
Wie funktioniert das?
Im Menü eines Chats (die drei Punkte) wählst du „Lock chat“ und bestätigst. Beim ersten Mal legst du eine 4-stellige PIN an. Der Chat wandert dann in das Projekt „Locked chats“ und taucht im normalen Verlauf und in der Suche nicht mehr auf.
Zum Öffnen gibst du die PIN ein oder nutzt auf dem Handy Face ID, Touch ID oder die Geräteentsperrung. Im Browser sperrt sich der Bereich wieder, wenn du den Tab neu lädst oder schließt, auf dem Handy nach einer Minute im Hintergrund. Laut OpenAI kommt die Funktion schrittweise für Free, Go, Plus und Pro, im Web, in den Apps und in der Desktop-App.
Was schützt das, was nicht?
Gedacht ist die Funktion für den Alltag: Bildschirm teilen im Meeting, Handy kurz weitergeben, gemeinsam genutzter Rechner. Dafür ist sie gut.
OpenAI sagt aber deutlich, was sie nicht ist: keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, kein separater verschlüsselter Tresor. Die Aufbewahrungsdauer ändert sich nicht, die Einstellung „Modell für alle verbessern“ auch nicht, und was ChatGPT sich vor dem Sperren gemerkt hat, bleibt gemerkt. Für wirklich vertrauliche Daten gilt also weiter: gar nicht erst eintippen.
Die Falle mit der PIN
Ganz wichtig: Wer die PIN vergisst und zurücksetzt, verliert laut OpenAI alle gesperrten Chats endgültig, samt Dateien und Erinnerungen, die nur dort gespeichert waren. Der Support kann nichts wiederherstellen. Also PIN in den Passwort-Manager, nicht auf den Zettel am Monitor.
Und ein kleines Detail für Bildschirm-Teiler: Auf anderen Geräten, auf denen ChatGPT schon offen ist, kann der Titel eines frisch gesperrten Chats noch sichtbar sein, bis die Liste neu lädt. Vor dem Teilen kurz prüfen.
Was du jetzt tun solltest ✅
- Chats mit privaten Themen sperren, bevor du das nächste Mal den Bildschirm teilst.
- PIN im Passwort-Manager speichern, ein Zurücksetzen löscht alles Gesperrte.
- Sensible Daten weiterhin gar nicht erst in Chatbots eingeben.
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- Was sind Trainingsdaten?Warum die Trainings-Einstellung wichtiger ist als die PIN.
Quellen und Stand 🔎
Alle Angaben in dieser Meldung wurden mit diesen offiziellen Quellen abgeglichen, zuletzt am 27.10.2026.
Häufige Fragen 🙋
Wie sperre ich einen Chat in ChatGPT?
Im Menü des Chats (drei Punkte) „Lock chat“ wählen und bestätigen. Beim ersten Mal legst du eine 4-stellige PIN an. Gesperrte Chats findest du unter Projekte, Locked chats.
Sind gesperrte ChatGPT-Chats verschlüsselt?
Laut OpenAI nicht im Sinne einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Gesperrte Chats sind nur aus Verlauf und Suche ausgeblendet und mit PIN geschützt. Aufbewahrung und Trainingseinstellungen bleiben unverändert.
Was passiert, wenn ich die ChatGPT-PIN vergesse?
Beim Zurücksetzen der PIN werden alle gesperrten Chats und nur dort gespeicherte Inhalte endgültig gelöscht. Der Support kann sie nicht wiederherstellen.
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