API · Meldung vom 17. Oktober 2026 · 4 Minuten · geprüft am 28. Oktober 2026
DeepSeek: Websuche per API, gratis nur noch bis 31. Oktober
DeepSeek hat eine eigene Such- und Abruf-API geöffnet und sein Flash-Modell aktualisiert. Über Claude Code, Codex und DeepSeek Harness ist die Suche noch gratis, ab 31. Oktober 2026 kostet sie. Was das heißt.
Das Wichtigste in 30 Sekunden 3
- DeepSeek hat am 17. Oktober 2026 zwei neue Schnittstellen für alle geöffnet: Search für Websuche und Fetch zum Abrufen von Seiten. Jede kostet laut DeepSeek 0,75 US-Dollar pro 1.000 Aufrufe.
- Über die serverseitigen Werkzeuge in DeepSeek Harness, Claude Code und Codex sind die Aufrufe für API-Kunden noch kostenlos. Abgerechnet wird ab 31. Oktober 2026, 16 Uhr UTC.
- Am selben Tag kam DeepSeek-V4.1-Flash-1017: laut DeepSeek besser in Tests, schneller und mit kürzeren Antworten. Die Gewichte liegen auf Hugging Face.
Was ist neu?
DeepSeek betreibt laut eigener Aussage eine eigene Suchmaschine, die täglich Hunderte Millionen Anfragen bedient. Seit 17. Oktober 2026 können alle API-Kunden sie über zwei Schnittstellen nutzen: Search liefert Suchergebnisse, Fetch holt den Inhalt einer Seite. Beides ist für Agenten gedacht, die beim Arbeiten im Netz nachschlagen müssen.
Gleichzeitig hat DeepSeek sein Modell aktualisiert. DeepSeek-V4.1-Flash-1017 soll laut Hersteller in Tests besser abschneiden, Aufgaben schneller erledigen und kürzere Antworten geben als die Vorversion. In der API ist es unter deepseek-flash bereits aktiv, die offenen Gewichte gibt es auf Hugging Face und ModelScope.
Was kostet das ab 31. Oktober?
Laut DeepSeek kostet jede der beiden Schnittstellen 0,75 US-Dollar pro 1.000 Aufrufe. Wer Search und Fetch über die eingebauten Werkzeuge in DeepSeek Harness, Claude Code oder Codex nutzt, zahlt bisher nichts. Ab 31. Oktober 2026 um 16 Uhr UTC, also 17 Uhr deutscher Zeit, beginnt die Abrechnung.
Rechenbeispiel: Ein Recherche-Agent, der pro Aufgabe fünf Suchen und fünf Seitenabrufe macht, braucht zehn Aufrufe. 1.000 solcher Aufgaben im Monat ergeben 10.000 Aufrufe und damit 7,50 US-Dollar nur für Suche und Abruf, ohne die Kosten des Sprachmodells.
Was heißt das für Nutzer in Deutschland?
DeepSeek ist ein chinesischer Anbieter. Für private Experimente spricht wenig dagegen, für Kundendaten solltest du vorher klären, wo die Daten verarbeitet werden und ob es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gibt. Die offenen Gewichte sind die Alternative: Wer das Modell selbst oder bei einem europäischen Hoster betreibt, schickt keine Daten an DeepSeek, kann dann aber auch die DeepSeek-Suche nicht nutzen.
Wer Agenten in Claude Code oder Codex mit DeepSeek als Suchquelle betreibt, sollte vor dem 31. Oktober prüfen, wie viele Aufrufe anfallen, und ein Budget oder eine Grenze setzen.
Was du jetzt tun solltest ✅
- Prüfen, ob deine Agenten DeepSeek Search oder Fetch nutzen, und die Aufrufe der letzten Woche zählen.
- Kosten ab 31. Oktober hochrechnen: Aufrufe mal 0,75 US-Dollar pro 1.000.
- Vor dem Einsatz mit Kundendaten den Datenschutz klären oder auf selbst betriebene Gewichte ausweichen.
Passend dazu auf mentat.codes 🔗
- DeepSeek V4.1 FlashDas Modell hinter dem Update 1017.
- DeepSeek im SteckbriefChat, App und API im Überblick.
- Ratgeber: Open-Weight-Modelle selbst betreibenWann sich eigene Gewichte lohnen.
- Was ist ein Open-Weight-Modell?Der Begriff kurz erklärt.
- API-Kosten-RechnerModellkosten zu den Suchkosten dazurechnen.
- DSGVO-Checkliste für KI-ToolsWas du vor dem Einsatz klären solltest.
Quellen und Stand 🔎
Alle Angaben in dieser Meldung wurden mit diesen offiziellen Quellen abgeglichen, zuletzt am 28.10.2026.
Häufige Fragen 🙋
Was kostet die DeepSeek Search API?
Laut DeepSeek 0,75 US-Dollar pro 1.000 Aufrufe, für Search und Fetch jeweils.
Bis wann ist die DeepSeek-Suche in Claude Code kostenlos?
Laut DeepSeek bis 31. Oktober 2026, 16 Uhr UTC. Danach werden die Aufrufe abgerechnet.
Mehr KI-News 📰
- 📊 Copilot in Excel lernt per Zuschauen: Skills statt Makros →
- 🌐 Google Genie 4: Welten auf Zuruf, jetzt mit Ton →
- 🧠 Opera WebAI: KI läuft jetzt direkt im Browser, ohne Cloud →
- 📈 Anthropic will an die Börse: was der Claude-Hersteller verrät →
- 🌍 GPT-6.1 Terra: das günstige Arbeitstier für Klickarbeit →
- 🧰 Agent Skills gehören jetzt allen: Anthropic gibt den Standard ab →
- 🚦 Claude fragt seltener nach: Auto-Modus wird Standard →
- ☁️ GPT-6 und Claude bei Google Cloud: alle Großen unter einem Dach →
- 🎯 OpenAI Decisions API: Ja-Nein-Fragen für 10 Cent pro Million →
- 🤝 Claude Duet: der KI-Agent, der sich zuerst meldet →
- 🪦 Custom GPTs werden abgeschaltet: was am 11. Dezember passiert →
- 🚨 PHP2Shell: KI findet uralte PHP-Lücken, jetzt updaten →
- 📣 Werbung in ChatGPT: was du siehst und was Firmen buchen können →
- 🔐 ChatGPT: Chats jetzt mit PIN sperren, aber kein Tresor →
- 🧾 Gemini für kleine Firmen: Marken-Look, Finanzen, Shop-Anbindung →
- 🧊 OpenAI merkt sich Prompts jetzt 12 Stunden: wann das spart →
- 🦙 Meta Muse Spark Open: Spitzenmodell für zwei Mac Studios →
- ⏳ GPT-4o und GPT-4.1 fliegen aus der API: Frist 14. Januar →
- 🏷️ Gemini 4 Argon: Einführungspreis endet am 30. November →
- 🎛️ Gemini gratis: Die Modellwahl übernimmt jetzt Google →
- 🎨 Claude Docs, Slides und Design jetzt auch gratis →
- 📜 Neue Claude-Regeln ab 12. November: was Marketer wissen müssen →
- 🏷️ AI Act: Bis 2. Dezember müssen KI-Inhalte maschinenlesbar markiert sein →
- Alle KI-News →